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(last update: 18.09.2011 )



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THE MIRE
; BAZKULTURMAGAZIN ; HET PAROOL

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-- THE MIRE, 09.10.2008 --





André Avelãs


Didn’t manage to get this posted in time for anyone near London to be able to get to the show unfortunately (my apologies) but André Avelãs’s exhibition in the IBID Projects space in East London was a good example of the sculpture as musical instrument approach to sound art.

The small gallery space was filled with a low level whine that sounded as if the air conditioning had gone dangerously awry, the atmosphere having something toxic about it, making the room foggy in the same way a fire alarm can cause a blinkered panic or loss of peripheral vision. The cause of the whine was a number of large balloons deflating slowly throughout the day, their leaking nozzles hooked up to small whistles and a Hohner Melodica. The result being a constant feeling of, well, anxious deflation – the composition a prolonged entropic sighing glissando, though the sight of the giant balloons with “HIGHLY FLAMMABLE” hand stencilled onto their surface offset the droning with a cartoon quality.

With work like this I always wish to see them in some form of a performance. Why create these interestingly odd sculpture/instrument hybrids, then let them idle away their time in the relatively sober environs of a contemporary art gallery? Though, a show he was in as part of last Summer’s Tuned City festival in Berlin looked interesting, much more active and dirty.

Nathan Budzinski





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-- BAZKULTURMAGAZIN., 28.06.2008 --

Ein Leben in Fluxus

In der Ausstellung <<Word Event>> fehlen der Kunst die Worte nicht

In der Kunsthalle Basel zelebrieren ab heute Kunstwerke den Fluxus: Die Gruppenausstellung <<Word Event>> erweckt den Geist der K�nstlerbewegung der 60er- und 70er- Jahre mittels wortgewandter Arbeiten.

Mal ganz was anderes: eine Austellung in Prophezeiungen vorabschreiten. M�glich macht das ein Werk des Londoners Paul Elliman am Eingang des Oberlichtsaala der Kunsthalle: Sein <<Maciunas Ouiji board>> ist ein S�ancetisch, auf dem die f�r den K�nstler typischen Buchstaben aus Objektumrissen verteilt sind, umgeben von einem <<No>> und einem <<Yes>>. Gelegenheit, schon eingangs durch Gl�serr�cken einige Fragen zu <<Word Event>>, einer Gruppenaustellung mit gut zwanzig K�nstlern verschiedener Herkunft, zu kl�ren.

Erste, auf der Hand liegende Frage: Was ist ein <<Word Event>>? Dazu ruft man am besten den Geist des 1992 verstorbenen Musikers John Cage an, die erste Jenseitsadresse f�r diesbez�gliche Infos. Einer seiner Vort�ge in New York, deren Lernmaxime in einer K�rzestfassung war, aus wenig viel zu machen, resultierte in einem Projekt seines Sch�lers George Brecht: Der New Yorker K�nstler schrieb 1961 simpelste Regieanweisungen f�r Aktionen auf Karten, zum Beispiel <<Word Event, Exit>>. <<Was ein Word Event ist, bleibt aber v�llig offen>>, erg�nzt Maxine Kopsa, die die Schau zusammen mit Roos Gortzak kuratiert. Vielleicht k�nnte man als Mindestvoraussetzung definieren, dass etwas mit Sprache passiert?

ZEITGEM�SSE ADAPTION. Sue Tompkins etwa nimmt Brechts Idee auf und stezt winzige, maschinengeschriebene Wortereignisse auf grossformatigem Zeitungspapier aus. Durch die Verwendung von billigen Material reiht sie sich gleichzeitig ein in einen gr�sseren Kontext: Sowohl Brecht als auch George Maciunas, der Namensgeber des Gl�serr�cktischchens, geh�rten zur Fluxus-Bewegung, jener definitionsscheuen Gruppe von K�nstlern, die in den 60er- und 70er-Jahren die Kunst nicht vom Leben - zum Beispiel durch Integrieren von Allt�glichem - und die einzelnen Kunstgattungen nicht voneinander trennen wollte, etwa wenn bildende K�nstler auch in die Musik hin�berwilderten.

Eine zeitgem�sse Adaption des Eingangs des buchst�blich harten Lebens in die Kunst ist das Werk von Walead Beshty aus London: Er hat per Fedex Glask�rper von Los Angeles nach Basel schicken lassen, so sein Werk aus der Hand gegeben und vom Leben zeichnen lassen. Ein Schicksal, das durch die globale Zirkulation auch andere Kunstwerke viel unbeabsichtigter ereilen kann.

Bislang sind alle drei ausgestellten Werke aber doch recht disparat. Also zur zweiten Frage ans Medium: Wie l�sst sich der rote Faden durch die Schau in Worte fassen? Da z�gert selbst die in der Mini-S�ance angefragte Zukunft und weicht schliesslich aus, denn ein titelgebender <<Word Event>> mit seiner definitorischen Offenheit ist ein Werk noch schnell einmal: Statt einer streng durchgehaltenen Linie gibt die Schau eher Pole vor, zwischen denen sich dann eine ganze Welt an Positionen t�mmelt. Ellimans Tischchen. ganz Prophet, gibt daf�r mit seinen ungleichf�rmigen Buchstaben zwischen den Extremen <<Yes>> und <<No>> ein sch�nes Bild vor. Und der Besucher wird, gerade wie das ger�ckte Glas, von Werk zu Werk getragen, bis er sich seine eigene Antwort auf die eingangs gestellte Frage erlaufen hat.

STILLE UNS L�RM. Bei einer Arbeit der Argentinierin Amalia Pica etwa sind die Gegens�tze noch vereint: Die Projektion von Dias eines Megafons auf die Saalecke l�sst Stille und Lautst�rke verschmelze und bringt, wenn auch kleine h�rbaren Worte, so doch die W�rtlichkeit - die Arbeit heisst <<Speaker's Corner>> - ins Spiel. Die Werke das bekannten Detroiter Künstlers James Lee Byars un von André Avelãs aus Amsterdam hingegen teilen die Extreme untereinander auf: Byars' <<The Golden Hole for Speech (A Perfect Whisper)>> von 1981 ist eine riesige Glasplatte mit winzigem Loch, mit der man sich verschiedene <<Word Events>> vorstellen kann, aber eben leise oder gar stumme. Avel�s hingegen hat eigen furchterregenden Verst�rkerturm aufgebaut, vor dem er in Performances mit Plattenspielern deformierte oder neu zusammengeschusterte Tontr�ger abspielt, sie fast mit Guant�namo-Methoden zum Sprechen und Klingen bringt. Kopsa fasst die Anspr�che der Schau anhand eines Werks von Falke Pisano aus Amsterdam zusammen: <<Wir zeigen hier <A sculpture turning into a conversation>, eine Doppelvideoprojektion, in der fast alchemistisch der �bergang zwischen einer Skulptur und einem Dialog herbeigef�hrt wird. Was wir parallel erreichen wollen, ist <An exhibition turning into a conversation>.

Wenn wir es also mit Sprache gewordener Kunst zu tun haben, gleich die dritte Frage: Was kann der Besucher aus dem Dialog der verschiedenen Positionen lernen? vor allem eins: Sprache spielt in der aktuellen Kunst wieder vermehrt eine Rolle, und nicht nur als wohldurchdachter Werktitel, sondern immanent im Werk, wenn auch manchmal nur als Schweigen. Daf�r ist sicherlich auch die aktuelle Vogue eines altgedienten SprachKonzeptk�nstlers wie Lawrence Weiner ein Indikator. Die Kuratorinnen nennen das einen kunsteigenen <<linguistic turn>>, nach dem philosophischen Paradigmenwechsel des letzten Jahrhunderts, wonach die Grenzen unserer Welt innerhalb unserer Sprache liegen. Auch die ausgestellten Werke bewegen sich innerhalb linguistischer Mechanismen, reizen diese aber in verschiedene Richtungen aus.

W�RTLICHE KUNST. Das unterscheidet die Positionen von ihren Fluxus-Vorg�ngern, denen Ausfl�ge in die Musik oder ins Happening n�her lagen. War f�r jene Kunst und Leben nicht zu trennen, geh�ren f�r die hier ausgestellten K�nstler Kunst und Sprache zusammen. Vielleicht ist die vermeintliche Zukunftsmusik, die aus Ellimans S�ancetischchen ert�nt, kein Bluff und wird die Kunst zum <<Word Event>>, sprechen K�nstler statt bildlich bald vorwiegend w�rtlich? Mit der Bilddom�ne Malerei, die in dieser Austellung wohl wegen ihrer prinzipiellen Verweigerung von Wortsprache nicht vertreten ist, kann es die linguistische Kunst allemal aufnehmen, zumal Erstere ja immer wieder von Nahtoderfahrungen zur�ckkehrt.

Abschliessende Frage ans Fluxus-Medium: Lohnt sich ein Besuch der Ausstellung? Das Glas steuert ohne Umschweife zu <<Yes>>. Dann wollen wir mal.

by Daniel Morgenthaler
in Baz Kultur Magazin., Samstag. 28. Juni 2008

 

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-- HET PAROOL, 05.09.2005 --


Te mooi week voor kunst

Galerieweekend in zonnige stad trekt minder publiek dan normaal

by Daphne Lentjes

(...)
Wie geinteresseerd is in het werk van jong talent zou langs moeten bij galerie Fons Welters in de Bloemstraat: daar exposeren acht verse kunstacademie-verlaters. André Avelãs, afgelopen jaar afgestudeerd aan de Rietveld Academie, hield er dit weekend een doorlopende sound-happening met zijn torenhoge, zelfgebouwde geluidsinstallatie.

"Dit is pas de tweeder keer dat ik hem ergens opbouw. Hij is niet echt makkelijk verplaatsbaar", geeft de Portugees toe. "Maar nu hij hier toch staat, wil ik iedereen graag uitnodigen om er geluid uit te komen persen. Ik sta er wel bij, maar dat is alleen maar om ervoor te sorgen dat geen naalden afbreken of zo."

Geinteresseerden kunnen nog terecht tot 8 oktober.
(...)

 

in Het Parool, 05-09-05

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